Sonderfahrzeuge und Container-Module im Fokus

Der Familienbetrieb Göbel hat sich in der Nutzfahrzeug-Branche bereits seit Jahren als anerkannter Wechselsystem-Spezialist mit maßgeschneidertem Sonderfahrzeugbau etabliert. Neben einem breiten Angebot an pneumatischen und mechanischen Lifter-Modellen sowie hydraulischen Liftcontainern wird das Augenmerk in den vergangenen Jahren verstärkt auch auf Fahrzeug-Aufbauten für die Bereiche Feuerwehr, Rettungs- und Katastrophenschutz gerichtet.

Die Exponate: Fahrzeuge & Module

Aufgrund gefestigter Kompetenzen und neuer Produktlinien rund um spezialisierte Einsatzsysteme zeigen die Aschaffenburger auf der INTERSCHUTZ 2026 eine Auswahl ihrer jüngsten Fahrzeugaufbauten und modularen Systeme für die Blaulicht-Branche.

Zu den Exponaten aus dem Hause Göbel gehört der für Feuerwehr-Einsätze konzipierte Gerätewagen Logistik (GW-L1) auf einem Fahrgestell Iveco EuroCargo ML150E28WS. Das Fahrzeug ist branchentypisch ausgerüstet und verfügt unter anderem über eine auf der Dachkonsole montierte Sondersignalanlage (einschließlich Astabweiser) inklusive Frontscheinwerfer sowie über einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast mit Lichtbrücke. Hinzu kommt eine Ladebordwand mit quergeteilter Plattform und mit einer Traglast von 1.500 Kilogramm. Der Innenraum ist mit Werkbank und Regal mit Euro-Boxen, Schaltschrank mit Steckdosen, Handapparat Funk und Standheizung ausgestattet.

Ein weiteres Exponat ist der für das Technische Hilfswerk (THW) realisierte Mannschaftslastwagen Typ 4 (MLW 4) auf einem Fahrgestell MAN TGM 18.290. Zur Ausstattung gehören Blitzbalken mit Astabweiser auf der Dachkonsole, Ladebordwand, Werkzeugkasten zur Lagerung kundenspezifischer Beladung sowie Heck-Dachbalken mit Leuchten. Das mit LED beleuchtete Interieur besteht aus einem Mannschaftsraum mit zweiter Sitzreihe, einer Konsole mit Handapparaten, Funk und Stabmikrofon.

Als zertifizierter Aufbauhersteller für Mercedes-Benz Trucks und Unimog entwickelt Göbel mit Spezial-Equipment ausgestattete Unimog-Modelle mit Einzel- oder Doppelkabine. Zu den flexibel nutzbaren Rettungsfahrzeugen gehört zum Beispiel der Gerätewagen Logistik (GW-L) für den extremen Geländeeinsatz. Ein Gerätewagen auf Basis eines Mercedes-Benz Unimog U 5023 4x4 wurde speziell für die Feuerwehr aufgebaut. Herausragende Features des Logistik-Aufbaus mit verwindungsfreier Lagerung sind eine Trägerkonsole mit Bremsanschlüssen und Steckdosen sowie Schäkel an der Schlussquertraverse. Der Aufbau mit Schiebeplane verfügt über einen pneumatisch ausfahrbaren Lichtmast mit Lichtbrücke sowie über einen Vertikallift mit einer Traglast von 1.500 Kilogramm und mit klappbarem Geländer. Ein weiterer Unimog mit Wechselsystem und Modul sowie ein MB ZETROS als Wechsellader runden die Fahrzeug-Exponate für die Feuerwehr ab.

Container-Module für den Notfall

Aus dem Bereich der Einsatzsysteme für Feuerwehr und Katastrophenschutz zeigt Göbel den neuen „Abrollbehälter Kulturgutschutz“, der kürzlich für das bayrische Staatsarchiv realisiert wurde. Der Container DIN 14405 eignet sich vor allem für jene Fälle, in denen wertvolle Kulturgüter von Bränden, Hochwasser oder anderen Katastrophen bedroht werden. Das neue Produkt hat eine Aufnahme für alle gängigen Wechselladerfahrzeuge, eine sechs Meter lange Markise sowie links und rechts je einen Außenreinigungsbereich. Der Abrollbehälter besitzt Anschlüsse für die Stromversorgung und Fahrzeugverbindung sowie eine IP67-Steckdose für den Außenreinigungsbereich.

Auf der INTERSCHUTZ 2026 werden auch die bereits in der Praxis bewährten robusten und funktionalen Wechselmodule „Evakuierung“ und „Hochwasserschutz“ ausgestellt, die Göbel als 10“-Container mit Corner-Castings für Twistlock-Verriegelungen für den Katastropheneinsatz konzipiert hat. Das Modul „Evakuierung“ ist dafür ausgelegt, Personen aus Hochwassergebieten zu retten. Es bietet Platz für bis zu acht sitzende Personen und hat die Zertifizierungen ROPS und FOPS. Die Container der Reihe „Hochwasserschutz“ wiederum dienen vorrangig als mobiles Lager für fünf Tauchpumpen ATP 15 RL und ATP 20 RB und verfügen über einen Notstromgenerator BSKA 14 sowie diverse Ausstattungselemente, die beim Einsatz erforderlich sind. Die gesamte Technik wird in zwei abschließbaren Geräteräumen gelagert. Der Container kann elektrisch mit einem Trägerfahrzeug gekoppelt werden.