01. - 04. Juni 2026 | Halle 23

„Innerhalb von 48 bis 72 Stunden kann es in ein Katastrophengebiet entsendet werden“, berichtet Timo Seimetz, zuständig für die Sofort- und Nothilfe des DRK. Dank des modularen Aufbaus lasse es sich dort flexibel ganz an die Umstände vor Ort anpassen.“ Je nach Umfang sind laut Seimetz ein bis zwei Transportflugzeuge erforderlich, um das Krankenhaus zum Einsatzort zu bringen.

In einer kompletten Messehalle (Halle 23) erklären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK, wie im Feldkrankenhaus gearbeitet wird, und die medizinische Versorgung einer Bevölkerung von bis zu 250.000 Menschen gesichert werden kann. Es verfügt über eine Notfallaufnahme, einen Operationssaal, eine Bettenstation, eine Röntgeneinheit, ein Labor, Geburtshilfe und eine Apotheke.

Wie Timo Seimetz weiter erläutert, befinden sich mehrere Module eines mobilen Krankenhauses des DRK seit mittlerweile zwei Jahren in Gaza. In Rafah betreibt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) seit Mai 2024 ein Feldkrankenhaus mit 60 Betten.

Drei Mal war dort Rose Ansorge als Ärztin im Einsatz. „Das Feldkrankenhaus bietet uns trotz schwieriger Bedingungen die Möglichkeit, die Menschen fast wie einer festen Klinik zu behandeln“, sagt die Allgemeinmedizinerin. Sie habe dort unendliches Leid, aber auch viel Wärme und Herzlichkeit der Patienten erlebt.

Aber auch in anderen Teilen der Welt hat das DRK schon mit dem Feldkrankenhaus geholfen. Zu den größten Einsätzen gehörten beispielsweise schwere Erdbeben in der Türkei 1999, in Indien 2001 und in Haiti 2010.

Wo die jetzt in Hannover gezeigten Module künftig benötigt werden, steht nach Angaben von Seimetz noch nicht fest. Von der INTERSCHUTZ werde es zurück ins DRK-Logistikzentrum nach Luckenwalde gebracht, um von dort bei Bedarf auf den Weg zum nächsten Einsatz geschickt zu werden.

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