„Zunehmende Waldbrandgefahr, immer häufigere Naturereignisse und eine unsichere geopolitische Lage – das ist das Spannungsfeld, dem sich die Weltgemeinschaft mehr denn je stellen muss“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG und Veranstalter der sechstägigen INTERSCHUTZ. Mit mehr als 1.500 Ausstellern aus 51 Nationen zeichnet sich die Messe bereits jetzt durch neue Rekorde aus.

Allein fast 100 Aussteller präsentieren sich im Juni in Halle 17 auf dem Messegelände in Hannover im Angebotsschwerpunkt Bevölkerungsschutz. „Das Thema ist neben Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem weiteren großen Standbein geworden“, erläutert Köckler. Verstärkt thematisiert wird dabei auch die Kooperation zwischen zivilen Hilfsorganisationen und dem Militär.

Aussteller aus aller Welt zeigen Produkte, Systeme und Dienstleistungen – von Prävention über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis hin zur schnellen Einsatzbereitschaft im Krisenfall. Neben Gesundheitskrisen und dem Ausfall kritischer Infrastrukturen behandelt der Bevölkerungsschutz unter anderem auch Großunfälle sowie chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren.

Direkt im Herzen der Halle bietet der Gemeinschaftsstand „New Concepts for Civil Protection“ Erstausstellern die Möglichkeit, ihre Innovationen und praxisnahe Lösungen zu präsentieren. Mit dabei sind: ALTRAD plettac assco, BDB – Bundesverband Deutscher Bestatter, ESCHENBACH, Kallweit, Marine Alutech, Marsol Technologies, RÖDER und Veltron Deutschland.

Ein besonderes Ausstellungs-Highlight zum Bevölkerungsschutz und zur internationalen Katastrophenhilfe erwartet die Besucherinnen und Besucher in Halle 23. Dort baut das Deutsche Rote Kreuz erstmals ein komplettes mobiles Krankenhaus mit 20 Zelten auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern auf – ein System, das bereits bei Erdbeben-Einsätzen im Ausland wertvolle Hilfe geleistet hat. Auch andere große Hilfsorganisationen, darunter das THW, Rettungshundestaffeln und spezialisierte Drohneneinheiten, geben in den Hallen sowie auf dem Freigelände umfassende Einblicke in ihre Arbeit.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt seinen grundlegend überarbeiteten Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ vor. Dieser zeigt praxisnah, wie sich jede und jeder zu Hause in einfachen Schritten auf mögliche Unterbrechungen des Alltags oder Krisensituationen vorbereiten kann.

Inhaltlich wertvoll sind auch die INTERSCHUTZ Fachkonferenzen und Vorträge. Dazu gehört die FEU Leadership Conference am 3. und 4. Juni, bei der internationale Führungskräfte über strategische Weichenstellungen im europäischen Bevölkerungsschutz diskutieren. Tickets für die Veranstaltung können hier erworben werden. Auch die CP-Konferenz des CPM Verlags kehrt zurück: Unter dem Motto „Zivile Kräfte voraus: Operationsplan Deutschland 2.0!“ stehen aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Bevölkerungsschutz im Fokus. Tickets und Programm: www.cp-konferenz.de . Premiere feiert zudem das WildfireCamp@INTERSCHUTZ , eine spezialisierte Plattform für Experten, auf der Strategien und Technik zur Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden ausgetauscht werden.

Auch auf dem INTERSCHUTZ Forum spielt der Bevölkerungsschutz an allen sechs Messetagen eine zentrale Rolle. So berichtet unter anderem Oberst im Generalstabsdienst Armin Schaus vom Operativen Führungskommando der Bundeswehr täglich über den „Organisationsplan Deutschland“ (OPLAN). Der Plan verbindet zentrale militärische Bestandteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den notwendigen zivilen Unterstützungsleistungen. Schaus betonte bereits im Vorfeld, dass die INTERSCHUTZ 2026 „den passenden Rahmen zum richtigen Zeitpunkt“ biete. Sie thematisiere die Gesamtbreite des Bevölkerungsschutzes und treffe mit dem Motto „Safeguarding tomorrow“ den Kern der aktuellen Herausforderungen.

Darüber hinaus greifen zahlreiche weitere Vorträge auf dem Forum aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen auf: So beleuchtet Fritz Pickert vom Technisches Hilfswerk am Montag den Wandel der UAV-Ausbildung im Zivilschutz und gibt am Dienstag Einblicke in den Einsatz von Edge-AI und Sprachmodellen im Bevölkerungsschutz. Dr. Florian Gering vom Bundesamt für Strahlenschutz thematisiert die besonderen Anforderungen für Einsatzkräfte in radiologischen Lagen. Zudem stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das Nationale Lagebild zum Bevölkerungsverhalten in Krisen vor. Das gesamte INTERSCHUTZ Forum-Programm geht am 09. April 2026 mit allen Vortragsslots, Themen und Referenten hier live.

Mit ihrem umfassenden Angebot aus Ausstellung, Demonstrationen, Fachdialogen und Konferenzen macht die INTERSCHUTZ 2026 deutlich: Der Bevölkerungsschutz ist ein entscheidender Baustein für die Sicherheit und Resilienz der Gesellschaft von morgen.

Ausstellungsbereich Bevölkerungsschutz Lösungen für Krisenszenarien

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