Total digital: Vom „Digitalen Zwilling“ bis zur Leitstellentechnik
Halle 16 steckt voller Innovationen
20. Apr. 2022Teilen
Feuerwehren, Katastrophenschützer und Rettungsdienste stehen vor Herausforderungen, die es früher in dieser Bandbreite nicht gab. Denn die Einsatzzahlen und die Schwere von Ereignissen nehmen zu: Unwetterkatastrophen, Vegetationsbrände, Corona-Pandemie und Flüchtlingskrise. Das sind nur einige Beispiele. Das Leitthema der INTERSCHUTZ 2022, „Teams, Taktik, Technik – Schutz und Rettung vernetzt“, bringt es auf den Punkt: Die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz und Sicherheit (20. bis 25. Juni 2022) wird zu einem riesigen Schaufenster für die Anbieter innovativer Lösungen für Gegenwart und Zukunft – zum Beispiel in Halle 16.
Eine Umfrage im Rahmen einer Studie unter 650 Teilnehmenden bei Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk hatte vor einiger Zeit erst ergeben, dass die Einsatzkräfte mit der digitalen Entwicklung in ihren Organisationen unzufrieden sind. Als notwendig wurden aus Sicht der Studienteilnehmer unter anderem übergreifende Schnittstellen für kompatible IT-Systeme und Hardware angesehen.
Die INTERSCHUTZ liefert einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten. Als spektakuläres Beispiel für digitale Innovationen nennt Stefan Truthän, einer der Geschäftsführer des Brandschutz-Ingenieurbüros
5G-Technologien in der Anwendung live erleben
Eine der Voraussetzungen, damit solche und andere Pläne Wirklichkeit werden und Daten in Echtzeit liefern können, ist der neue Mobilfunkstandard 5G. Das Thema wird auf der INTERSCHUTZ breiten Raum einnehmen. So werden in der Halle 16 und auf dem Freigelände verschiedene 5G-Anwendungen demonstriert – etwa die Fahrt eines Sondersignalfahrzeugs im Stadtverkehr der Zukunft, in dem sich neben menschlichen Verkehrsteilnehmern auch automatisierte Fahrzeuge bewegen werden.
Auf dem Weg zur vernetzten Feuerwehr
Auch bei der Fortentwicklung von Führungsunterstützungstools und -software sind Digitalisierung und Vernetzung wesentliche Herausforderungen.
Die Digitalisierung macht aber auch andere Problemlösungen möglich. Dazu Eurocommand-Geschäftsführer Sascha Pomp: „Wenn ein Einsatzleiter heutzutage in seinem eigenen Zuhause die Raumtemperatur mit seinem Smartphone überwachen und steuern kann, warum sollte er dann nicht auch über intelligente Lösungen Informationen bekommen über den Wasserstand im Löschfahrzeug oder wo sich die anrückenden Fahrzeuge befinden?“
Geodaten spielen eine immer wichtigere Rolle. Das zeigte nicht zuletzt die Starkregenkatastrophe im vergangenen Sommer im Ahrtal. Dort, wo sie verfügbar waren, konnten Führungskräfte schnellere und genauere Entscheidungen treffen. Aber auch unabhängig von Großeinsätzen können Geodaten nützlich sein. Zum Beispiel, wenn über den Standort einer neuen Feuerwache entschieden werden soll, wie das Unternehmen
Drohnen als Einsatzunterstützung
Und noch ein Thema rückt immer mehr in den Mittelpunkt: Drohnen. Die sogenannten unbemannten Flugobjekte haben sich bereits bei vielen großen und kleinen Einsätzen zu einem wichtigen Werkzeug in der Gefahrenabwehr erwiesen: Ob bei der Erkundung von Einsatzstellen, der Suche nach Vermissten oder dem Entdecken von Brandnestern mit Hilfe von Wärmebildkameras – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und bieten Spielraum für innovative Ideen. Drei Beispiele auf der INTERSCHUTZ: Das Deutsche Rettungsrobotik Zentrum (
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellt unter anderem ein Projekt mit dem Namen „Live-Lage – Einsatz von Drohnen zur schnellen Aufklärung von Einsatzlagen“ vor, das gemeinsam mit der Feuerwehr Duisburg entwickelt wurde (Halle 16, Stand E/F/G16).
Ganz andere Ideen hat ein Start-Up aus dem brandenburgischen Ludwigsfelde: Das Unternehmen
Digitale Vernetzungslösungen für eine verbesserte Kommunikation
Digitale Anwendungen sind buchstäblich grenzenlos. Ein paar weitere Beispiele:
Digitale Vernetzungslösungen bieten drei weitere Unternehmen an, die auch untereinander eng vernetzt sind:
Und
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