Seit 1994 kommt Pacific Helmets aus Neuseeland zur INTERSCHUTZ
Rund 1.700 Aussteller kommen zur INTERSCHUTZ 2026 – ein neuer Rekord. Sie stammen aus 54 Ländern. Manche reisen sogar von der anderen Seite der Erde an. Ein Unternehmen aus Neuseeland gehört zu denen, die den weitesten Anreiseweg haben. Und sie kommen nicht zum ersten Mal: Pacific Helmets aus Whanganui in Neuseeland.
5. Mai 2026Teilen
18.235 Kilometer bis Hannover
Mehr als 30 Stunden dauert die Anreise für das INTERSCHUTZ-Team von Pacific Helmets. 18.235 Kilometer beträgt die Luftlinienentfernung zwischen der nördlichen Hauptinsel im Südwestpazifik und Hannover. Das nehmen die Mitarbeitenden gern in Kauf, wie der Technik-Designer des Unternehmens Sam Milson versichert. Pacific Helmets gehört zur Lakeland-Gruppe.
„Der Sommer von Hannover! Eine Woche voller Wärme inmitten unseres Winters ist ein wahrer Segen!“, schwärmt Sam. „Doch der eigentliche Hauptgrund ist die seltene Gelegenheit, sich – vereint in einer einzigen Stadt – persönlich von Angesicht zu Angesicht auszutauschen, sich die Hand zu schütteln und gemeinsam eine Mahlzeit zu teilen: mit all jenen Menschen, die wir gleichermaßen als unsere Freunde und Kunden betrachten“, ergänzt der Neuseeländer.
Seit 1994 auf der INTERSCHUTZ
Die Bedeutung dieser Beziehungen lässt sich, wie er sagt, kaum hoch genug einschätzen. Damit meint er die gewonnenen Erkenntnisse, die geknüpften Kontakte und die aufgefrischten Freundschaften. „Auch die Gespräche mit den Feuerwehrleuten und Rettungskräften sind aufschlussreich, erkenntnisreich und bereichernd – und zeigen uns auf, wo wir uns noch verbessern können.“, betont Sam Milson.
Für das neuseeländische Unternehmen zählt die INTERSCHUTZ zu den bedeutendsten internationalen Veranstaltungen für Einsatzkräfte, wie Ellen Mikkelholt hervorhebt. Sie ist verantwortlich für das Marketing. „An einem Ort und zu einem Zeitpunkt können sie dort innovative Lösungen für das breite Spektrum an Herausforderungen entdecken, denen sie sich tagtäglich stellen müssen“, so die Marketing-Expertin. „Nicht zuletzt erhalten wir unmittelbares Feedback zu der Ausrüstung, die die Einsatzkräfte derzeit verwenden.“
Seit 1994 ist Pacific Helmets auf der INTERSCHUTZ vertreten. „Seitdem waren wir auf jeder einzelnen Veranstaltung dabei“, berichtet Sam stolz. „Damals hatten wir schon seit etwa einem Jahrzehnt Helme für die Brandbekämpfung hergestellt. Zuerst waren es unsere traditionellen Modelle F2 und F3, die in Neuseeland, Australien und im Vereinigten Königreich zum Einsatz kamen.“
Gern erinnert er sich an die Helme, die viele Menschen bis heute schätzen. Im Laufe der Jahre habe das Unternehmen aber – wie alle anderen auch – gelernt, dass Feuerwehrleute Unterstützung und Schutz benötigen, der über den reinen Schutz vor Flammen, Stürzen und Schlägen hinausgeht. „So erweiterten wir unser Portfolio um Helme für die Waldbrandbekämpfung und den Rettungsdienst, um ein breiteres Spektrum an Einsatzkräften und operativen Aufgabenbereichen abzudecken“, sagt der Designer.
Bei der Entwicklung jedes einzelnen Helms liege der Fokus stets ganz entscheidend auf dem Trageerlebnis des Anwenders. So werden nach seinen Worten immer mehr nützliche Funktionen in die Helme integriert – wie etwa Augenschutz, höherer Tragekomfort, eine bessere Gewichtsbalance und ein geringeres Eigengewicht . Auch werde auf die Kompatibilität mit der gesamten übrigen Einsatzkleidung und -ausrüstung geachtet. Auch die Einsatzkräfte, denen wir heute begegnen, unterscheiden sich von jenen des Jahres 1994.
Mit der globalen Expansion der Firma sei auch die Vielfalt der Menschen gewachsen, die Pacific Helmets tragen. Dies habe maßgeblichen Einfluss auf die Designphilosophie: „Wir entwickeln Helme, die sich durch optimalen Sitz, hohe Anpassungsfähigkeit und maximalen Komfort für ein breites Spektrum an Kopfformen und -größen auszeichnen“, sagt Sam. „Gleichzeitig müssen sie mit unterschiedlichsten Frisuren sowie weiterer persönlicher Schutzausrüstung (PSA) kompatibel sein.
Wurzeln am Whanganui River
Zu Hause ist Pacific Helmets in Whanganui, ganz in der Nähe der Westküste der neuseeländischen Nordinsel. Die UNESCO hat die Stadt zur City of Design erklärt – eine Auszeichnung, mit der mehr als 800-jährige Kreativität, Handwerkskunst und Innovation gewürdigt werden soll. „Wir können uns sehr glücklich schätzen, hier unsere Wurzeln zu haben – der kleinen Stadt mit rund 49.000 Einwohnern, gelegen an der Mündung des Whanganui River“, erzählt Sam. „Der Fluss ist von großer kultureller Bedeutung; er besitzt übrigens die gleichen Rechte und den Schutz wie ein Mensch. Er fließt von der zentralen Alpenregion zu uns herab – in ein Gebiet, in dem wir uns in unmittelbarer Nähe mehrerer Berge befinden und wo die Möglichkeiten zum Wandern, Skifahren und Mountainbiken einfach hervorragend sind.“
Die Stadt, so berichtet der Designer weiter, sei überschaubar. Sie verfüge über ein oder zwei zentrale Einkaufsstraßen und bestehe fast ausschließlich aus freistehenden Wohnhäusern. Außerdem zeichne sie sich durch eine äußerst lebendige Kunst- und Kulturszene aus. Zudem befindet sich hier nach den Worten von Sam die weltberühmte Sarjeant Gallery – Te Whare O Rehua – am höchsten Punkt der Stadt.
Allerdings: Anders als in Europa beginnt in Neuseeland gerade der Winter, und es wird kühler. „Die Sommertemperaturen bewegen sich im oberen 20er- bis unteren 30er-Bereich in Grad Celsius“, erläutert Sam, „während unsere Wintertage üblicherweise Temperaturen im niedrigen 10er-Bereich bieten. Schnee auf dem Boden habe ich hier in der Stadt noch nie gesehen.“
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