Als Heinz Kirsch und Günter Werthmann 1993 die Strahlenschutz-Entwicklungs- und Ausrüstungs-Gesellschaft (S.E.A.) gründeten, konnten sie bereits auf langjährige Erfahrungen im Strahlenschutz und in der nuklearen Messtechnik zurückgreifen. Als mittelständisches Unternehmen hatte S.E.A. stets den Vorteil kurzer und schlanker Entscheidungswege, wodurch Sonderwünsche oder spezielle Anforderungen von Kunden jederzeit in messtechnische Lösungen umgesetzt werden konnten. Aus diesen Wünschen sind dann in nicht wenigen Fällen Serienprodukte hervorgegangen. Eine solche Entwicklung ist auch das auf der INTERSCHUTZ 2015 in Hannover vorgestellte mobile Messsystem SCINTO-Thyroid zur Berechnung der Schilddrüsendosis.

In der Folge eines möglichen kerntechnischen Störfalls, der mit der Freisetzung radioaktiver Stoffe verbunden ist, sieht die Einsatzplanung die Einrichtung von Notfallstationen für die betroffene Bevölkerung vor. Nach der Kontaminationskontrolle und einer eventuell erforderlichen Dekontamination sollte durch medizinische Fachkräfte eine Bestimmung der Schilddrüsendosis durchgeführt werden. Für diese Aufgabenstellung wurde das Dosis- und Dosisleistungsmessgerät SCINTO-Thyroid entwickelt. Diese Sonderversion des auch in der Sicherheitstechnik eingesetzten SCINTO nutzt zur Messung einen hochempfindlichen NaI-Szintillationsdetektor verbunden mit einer anwendungsspezifischen Software.

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