Auch die Ausstellungsfläche in neun Hallen und auf den diversen Freigelände-Arealen übertrifft mit mehr als 118.000 Quadratmetern alle bisherigen Rekorde (2022 – noch mit Corona-Auswirkungen: 1.296 Aussteller, 84.052 Quadratmeter, 84.920 Besucher; 2015-bisherige Rekordmesse: 1.453 Aussteller, 107.327 Quadratmeter, 156.844 Besucher).

„Die INTERSCHUTZ hat in den vergangenen Jahren ihr Gesicht deutlich verändert“, sagt Dr. Jochen Köckler, CEO der Deutschen Messe AG. „Aus einer reinen Feuerwehrmesse in den Anfangsjahren ist längst eine Weltleitmesse geworden, die den Schutz der Menschen in Krisenlagen unterschiedlicher Art in den Vordergrund rückt. Die Aussteller verstehen sich heute als Systemlöser in einer Welt, die resilienter werden muss.“ Dazu gehöre insbesondere eine verstärkte Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ). Mehr denn je sei die INTERSCHUTZ damit auch eine politische Messe geworden.

Erstmals wird das DRK ein mobiles Feldkrankenhaus auf 3.000 Quadratmetern in Halle 23 aufbauen. Von Montag bis Donnerstag können Besucher hautnah erleben, wie medizinische Infrastruktur in Krisengebieten funktioniert. „In einer Welt im Wandel“, so Dr. Köckler weiter, „präsentieren Aussteller Innovationen für die ‚Zeitenwende‘ im Bevölkerungsschutz. Die Branche hat die Antworten auf die technologischen Fragen unserer Zeit und gestaltet aktiv das Morgen der Einsatzkräfte weltweit.“

Künstliche Intelligenz (KI), Robotik und totale Vernetzung sind auch auf der INTERSCHUTZ längst keine Zukunftsmusik mehr. Führende Vertreter aus Forschung und Industrie werden demonstrieren, wie mithilfe intelligenter Technologien Einsätze effizienter bewältigt werden können – und welche Grenzen es gibt. Breiten Raum wird auch das Thema „Klimawandel“ mit seinen Auswirkungen auf Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz einnehmen. Ebenso gehört Nachhaltigkeit zu den Fokusthemen – sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Für die sechs Messetage haben sich hochrangige Feuerwehrchefs aus unterschiedlichen Weltmetropolen angesagt sowie mehr als 40 internationale Delegationen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, darunter aus Australien, USA, Südamerika, Singapur, Taiwan, China, Monaco, Lettland, Finnland, Spanien, Italien, Frankreich, Schweden, Dänemark. Die stärkste Ausstellernation auf der INTERSCHUTZ ist Deutschland, gefolgt von Österreich, China, Italien, Niederlande, Türkei, Frankreich, USA, UK, Polen.

Vorfreude auf die INTERSCHUTZ 2026 zeigen auch die Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Karl-Heinz Banse, der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Dirk Aschenbrenner sowie der Geschäftsführer des VDMA Feuerwehrtechnik, Tobias Ehrhardt. Die drei Verbände sind seit vielen Jahren ideelle Partner der INTERSCHUTZ. „Die Weltleitmesse bietet eine einzigartige Gelegenheit zum Netzwerken von Anwendern, Entwicklern und Herstellern“, betont vfdb-Präsident Aschenbrenner und bezeichnet den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung als eine zentrale Aufgabe. DFV-Präsident Banse sagt: „Wir sind auch durch die vielen Innovationen aus dem In- und Ausland auf einem guten Weg, um für die veränderten Anforderungen gewappnet zu sein.“ Tobias Ehrhardt versichert: „Die Industrie steht bereit – als Enabler und Treiber des Fortschritts.“

Fachkompetenz trifft auf actionreiches Rahmenprogramm

Gebündelte Kompetenz in den neun Hallen, vier Pavillons, im Convention Center und auf den unterschiedlichen Freigelände-Arealen: Auch diverse Vorträge zu aktuellen Sicherheitsfragen sind elementarer Teil der INTERSCHUTZ. Ein besonderer Programmpunkt verspricht in Halle 17 der tägliche Auftritt von Oberst i.G. Armin Schaus zu werden. Der Abteilungsleiter im Operativen Führungskommando der Bundeswehr stellt den „Operationsplan Deutschland“ vor und beschreibt, warum Resilienz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft heute entscheidend ist. Vorträge gibt es ferner im Convention Center zu Themen wie „KI im Einsatzmanagement“, „Autonome Robotik in der Gefahrenabwehr“ oder Rettungsdienst in Europa.

Zahlreiche Sonderveranstaltungen, Wettbewerbe von Einsatzkräften und Mitmach-Aktionen sind echte Highlights für die INTERSCHUTZ-Besucher: Premiere feiert beispielsweise das WildfireCamp@INTERSCHUTZ auf dem Freigelände. Dort stellen Experten aus dem In- und Ausland innovative Möglichkeiten zur Bekämpfung und Vermeidung von Wald- und Vegetationsbränden vor und diskutieren über Strategien, Wege und Möglichkeiten, den Bränden frühzeitig zu begegnen oder sie im Idealfall von vornherein zu verhindern.

Noch eine Premiere: Der Höhenretter Pavillon in P34 unter dem EXPO-Dach, bei dem sich an allen sechs Messetagen alles ausschließlich um das Thema Höhenrettung dreht. Am Samstag, 6. Juni 2026, findet dort der nationale Leistungsvergleich der deutschen Höhenretter statt. Feuerwehr Teams aus ganz Deutschland zeigen praxisnah ihr Können an Seil- und Höhenrettungsstationen.

Die S-GARD SAFETYTOUR bietet sämtlichen Einsatzkräften unter realistischen Bedingungen die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in praxisnahen Team-Trainings zu verbessern. Konkret geht es um die Bereiche Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Rettungsdienst und erweiterte Erste Hilfe. Fünf abwechslungsreiche Stationen erfordern Teamwork, Kommunikation und taktisches Vorgehen, um die praktischen Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Dabei sein kann jeder – ob Einsteiger oder Fortgeschrittener.

Actionreich ist auch in diesem Jahr erneut die HOLMATRO Rescue Challenge. Teams aus aller Welt treten während der INTERSCHUTZ gegeneinander an, um einen eingeklemmten Patienten mit modernsten HOLMATRO-Rettungsgeräten innerhalb von 20 Minuten aus einem Fahrzeug zu befreien. Das Wettkampf-Format demonstriert praxisnahe Fahrzeugbergung unter realistischen Einsatzbedingungen und zeigt die Anwendung modernster Rettungstechnologien. Ziel ist der Erfahrungsaustausch zwischen internationalen Einsatzkräften und das Fördern von Effizienz und Präzision bei der technischen Rettung. Direkt vor Halle 26, neben dem HOLMATRO Indoor-Stand, treten die Teams gegeneinander an.

Auf dem Freigelände der INTERSCHUTZ sind die FireFit European Championships traditionell ein ganz besonderer Publikumsmagnet. Feuerwehrfrauen und -männer aus ganz Europa in Hannover kommen an allen sechs Messetagen zusammen und zeigen im freien Training, in der Qualifikation und im Finale auf dem Freigelände ihr Können. Montag und Dienstag sind die Trainingstage auf dem Parcours, Mittwoch und Donnerstag stehen im Zeichen der Qualifikationsläufe und Freitag und Samstag werden im Finale die Europameister ermittelt. Die Wettkämpfe sind täglich von 9 bis 17 Uhr, nach den Läufen werden die Tagessieger gekürt.

Mitmachen heißt es bei den LUKAS CRASH DAYS – ebenfalls auf dem Freigelände. Sie sind ein medizinisch-technisches Hochleistungs- Hilfetraining für erfahrene Rettungskräfte und binden moderne Rettungstechniken in ihr Programm ein. Organisiert werden sie von IDEX Fire & Safety, gemeinsam mit LUKAS und Vetter. Im Angebot stehen expertengeführte Trainings mit den Ausbildern der LUKAS RESCUE LEAGUE. Sie sind hochqualifizierte technische und medizinische Spezialisten mit jahrzehntelanger Praxiserfahrung im Notfalleinsatz. In drei Stunden wird ein intensives, praktisches TH-Rettungstraining inklusiver vieler Extras angeboten sowie ein zweistündiger von Branchen- und OEM-Experten geleiteter zertifizierter Workshop.

Bei der Mayday Rescue Challenge geht es am Stand des TFA-Teams der Feuerwehr Hamburg um eine komplexe Aufgabe: Als Team muss ein verunfallter Atemschutzgeräteträger unter realistischen Bedingungen gerettet werden. Es kommt nicht nur auf Kraft und Ausdauer an, sondern auf Teamwork, klare Kommunikation und die richtige Taktik – 1:1 wie im echten Einsatz. An drei Stationen werden drei Einsatzlagen simuliert und trainiert.

Auf dem Smart Public Safety Hub in Halle 16 können Besucher die Zukunft der Einsatzleitung hautnah erleben. Es wird gezeigt, wie vernetzte, resiliente und effiziente Systeme Teams, Organisationen und Technologien nahtlos verbinden.

In nur fünf Minuten entsteht ein gemeinsames Lagebild, das alle relevanten Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitstellt. Im Fokus stehen Effizienz, Ausfallsicherheit und optimierte Zusammenarbeit – damit Einsatzkräfte schneller Entscheidungen treffen und noch effektiver agieren können.

Auf dem INTERSCHUTZ Forum in Halle 17, die Bevölkerungsschutz-Halle, präsentieren Wissenschaft, Politik, Anbieter und Anwender aktuelle Branchenthemen und diskutieren Herausforderungen, Chancen, Lösungen und technologische Innovationen von heute und morgen. Partner und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen gestalten ein thematisch hoch aktuelles sowie personell hochkarätiges Forum und bieten Use Cases, Einblicke und Lösungen.

Bereits am vergangenen Wochenende (10. Mai) bekamen die Menschen in der INTERSCHUTZ-Gastgeberstadt einen Vorgeschmack auf die größte INTERSCHUTZ aller Zeiten: Am 10. Mai lockte die „Blaulichtmeile“ in die Innenstadt. Niedersachsens Landeshauptstadt wurde zur weltweiten Blaulicht-Hauptstadt und lud dabei zum INTERSCHUTZ-Besuch auf das Messegelände ein.