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Brandschutz

Ist Ihre Schutzausrüstung auch schon smart?

Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. informiert als Partner der Zeitschrift "Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin" über die dort veröffentlichte, aktuelle Analyse "Smarte Schutzausrüstungen im Feuerwehreinsatz" von Dipl.-Ing. Marie Pendzich.

24.10.2018
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Insbesondere bei der Brandbekämpfung können Einsätze der Feuerwehr schnell lebensbedrohend für die Feuerwehrfrauen und -männer werden. Um Einsatzkräfte künftig besser zu schützen, werden aktuell „smarte“ persönliche Schutzausrüstungen entwickelt, die vor gesundheitskritischen Zuständen warnen sollen, indem sie physiologische Parameter auswerten. Was allerdings bei Sportlern beispielsweise mit Hilfe von Fitness-Trackern bereits gut gelingt, gestaltet sich für Feuerwehrkräfte im Brandeinsatz wesentlich komplizierter.

Zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gehören zum Beispiel Schutzhelme, Schutzbrillen, Schutzschilde, Atemschutzgeräte, Sicherheitsschuhe, Schutzhandschuhe, Auffanggurte und Rettungswesten. Damit diese Ausrüstungen "smart" werden, sollen sie nicht nur passiv schützen, sondern auch durch aktive Funktionen. Mit Sensoren und Mikroprozessoren auf der Schutzkleidung können künftig beispielsweise physiologische und physikalische Parameter der Umgebung erfasst werden, um Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Trägers der Ausrüstung zu ermöglichen. Im gesundheitskritischen Fall würde dann eine Warnung an die Einsatzkraft oder auch Einsatzleitung gesendet werden.

Für die Analyse des Gesundheitszustands sei allerdings die richtige Auswahl der physiologischen Parameter ausschlaggebend, sagt Dipl.-Ing. Marie Pendzich in ihrem aktuellen Beitrag für die Zeitschrift "Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin". Körperliche Belastung kann beispielsweise anhand von Körperkerntemperatur, Herzschlagfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, Sauerstoffaufnahme und Blutwerte gemessen werden. Doch einzelne Werte alleine geben noch keine konkreten Belege für eine mögliche Gesundheitsgefährdung. Denn diese hängt auch von Alter, Gewicht, Fitnesslevel und Tagesform der Einsatzkraft ab. Bislang erweisen sich Herzschlag und Körperkerntemperatur als praxistaugliche Indikatoren für die PSA. Denn Schwankungen dieser Werte weisen auf große körperliche Belastungen hin. Außerdem können die entsprechenden Sensoren gut in die PSA integriert werden - ein nicht unerheblicher Vorteil, schließlich soll smarte PSA für den Brandeinsatz schnell und unkompliziert zu handhaben sein.

Wer mehr über dieses Thema erfahren will, findet den Beitrag "Smarte Schutzausrüstungen im Feuerwehreinsatz" von Dipl.-Ing. Marie Pendzich im Internet unter: Smarte Schutzausrüstungen

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V. (DGAUM) (D-80336 München)

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