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INTERSCHUTZ 2020 - 15. bis 20. Juni, Hannover
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Brandschutz

Die Mischung aus Beständigkeit und Megatrends

Im Rahmen unserer Reihe "Stories of INTERSCHUTZ" haben wir mit René Pol, dem CSO der Ziegler Group, über die Veränderungen und Herausforderungen in der Branche gesprochen. Seit 130 Jahren steht die Albert Ziegler GmbH für Feuerwehrfahrzeuge und feuerwehrtechnisches Zubehör.

18.07.2019
René Pol, CSO Ziegler Group
René Pol, CSO Ziegler Group (Quelle: Albert Ziegler GmbH)

Die Albert Ziegler GmbH ist seit fast 130 Jahren am Markt. Was ist heute noch so wie zu Anfangszeiten?

In den letzten Jahren hat sich in der Welt und auch in unserer Branche sehr viel getan. Aus diesem Grund ist heute nicht mehr allzu viel so wie zu Anfangszeiten, vor allem was unsere Produkte und Technologien angeht. Auch wir müssen uns dem Wandel der Welt anpassen und dürfen dabei die Entwicklungen und die Megatrends, die uns alle beeinflussen, nicht außer Acht lassen. Dementsprechend ist auch die ZIEGLER-Gruppe in ständigem Wandel und entwickelt ihre Technologien und neue Produkte dahingehend, dass sie sich an die Herausforderungen der Umwelt anpassen können.

Im Gegensatz zu früher haben wir ein breiteres Produktportfolio, wir sind sehr stark gewachsen und unsere Produkte sind ebenfalls dem heutigen Technologiestandard angepasst. Allerdings haben wir in den ganzen Jahren nicht vergessen, wo wir herkommen. Unsere enge Verbindung zu den Feuerwehren und den Menschen, die wir mit unseren Produkten ausrüsten, ist immer noch dieselbe wie früher.

Worauf wir auch stolz sind, ist, dass viele unserer Mitarbeiter schon lange bei ZIEGLER arbeiten und dementsprechend sowohl früher als auch heute gerne für das Unternehmen tätig sind. Gute Mitarbeiter sind das Herzstück eines jeden Unternehmens und hier sind wir schon immer gut aufgestellt gewesen.

Inwiefern profitieren Sie von einer so langen Historie?

Wer auf so eine lange Historie zurückblicken kann, profitiert in allererster Linie natürlich von den Erfahrungen, die man in dieser Zeit sammelt. Des Weiteren kann man über die Jahre gute und langfristige Beziehungen zu Partnern und Kunden aufbauen, wovon ein Unternehmen auch immer stark profitiert.

Unseren Fokus möchten wir jedoch nicht nur auf unsere Vergangenheit legen, sondern vor allem auf die Zukunft. Wir sind stolz darauf, dass wir schon so lange am Markt mitwirken können, freuen uns jetzt aber darauf, was noch alles kommt und auf unsere ständige Weiterentwicklung.

Gab es schon einmal eine Zeit, in der sich Dinge so rasend schnell verändert haben wie heute?

Das glaube ich nicht. Die Dinge und die Welt an sich veränderten sich in den letzten Jahrzehnten so schnell wie noch nie - und das nicht nur in unserer Branche. Egal, wo man hinsieht, nichts ist mehr so wie es vor ein paar Jahren noch war.

Vor allem die Digitalisierung und andere Megatrends spielen hierbei eine wichtige Rolle. Trotz allem ist es für uns als Hersteller wichtig, auch in der Zukunft Beständigkeit zu zeigen. Es muss sich nicht alles immer vollkommen verändern. Für die Feuerwehren und unsere Partner ist es wichtig, dass sie sich immer auf uns verlassen können und wir sie nicht mit den neuesten Technologien, die eventuell noch nicht einmal ausgereift sind, überlasten.

Was sind in den letzten fünf Jahren wichtige Meilensteine und neue Projekte gewesen?

Einer der größten Meilensteine unserer Unternehmensgeschichte ist sicherlich die Integration in den CIMC-Konzern im Jahr 2013. Im Anschluss daran folgten weitere wichtige Projekte, wie die Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionsstandorte oder die konsequente Weiterentwicklung und Erweiterung unseres Produktportfolios, zum Beispiel ALP, Watertower. Im Jahr 2017 wurde unser Servicecenter nach Bachhagel verlegt, in welchem sich unsere Kunden auf eine ganzheitliche Betreuung durch kompetente Mitarbeiter freuen können. Durch den Umzug konnten wie unsere Servicedienstleistungen vergrößern und verbessern und außerdem noch schneller auf Serviceanfragen reagieren.

Im Jahr 2018 eröffneten wir einen neuen Produktionsstandort in Kutina, Kroatien. Unseren Eingangsbereich am Stammsitz in Giengen konnten wir in diesem Jahr neu aufbauen und modernisieren, wodurch wir unseren Besuchern und Kunden einen tollen Empfang bieten können. Außerdem konnten wir in den letzten 5 Jahren neue Märkte erschließen und im Zuge dessen auch neue und kompetente Partner gewinnen, die die ZIEGLER-Gruppe weltweit repräsentieren. Auch für die nächsten fünf Jahre planen wir weitere Projekte und möchten damit an den Wachstum der vergangenen fünf Jahren anknüpfen.

Das Leitthema der INTERSCHUTZ 2020 heißt „Teams, Taktik, Technik – Schutz und Rettung vernetzt“. Welche Rolle spielen die Themen Digitalisierung und Vernetzung für Sie?

Die Themen Digitalisierung und Vernetzung spielen durchaus eine wichtige Rolle für uns. Es ist wichtig, dem Weg der Digitalisierung zu folgen und hier nicht stehen zu bleiben, da wir hier einen großen Mehrwert für die Feuerwehren sehen.

Daher spielt das Thema Digitalisierung vor allem auch bei der Produktneuentwicklung eine Rolle. Wir müssen dabei aber sorgsam darauf achten, die Balance zwischen Digitalisierung und menschlicher Fachkenntnis zu finden. Vernetzung bedeutet für uns nicht nur die Vernetzung in der Branche oder den organisatorischen Abläufen nacheinander, sondern auch die Vernetzung der Produkte untereinander und die Vernetzung des Produkts mit dem Menschen.

Wenn alles digitalisiert wird und dann auch noch künstliche Intelligenz hinzukommt: Wo steht der Mensch in einer solchen Welt?

Der Mensch steht immer im Mittelpunkt eines Einsatzes und wird dort auch immer sein. Denn am Ende ist es immer noch der Mensch, der die wichtigen Entscheidungen trifft.

Die Digitalisierung und entsprechende neue Technologien unterstützen den Menschen in der Zukunft dabei, sie werden ihn aber nie ersetzen können. Ziel muss eine Minimierung der Gefahren sein, die auf die Einsatzkräfte einwirken können. Aus diesem Grund wird der Mensch bei uns von Anfang an in neue Prozesse und Entwicklungen mit eingebunden, unter anderem auch um zu gewährleisten, dass keine neue Technologie entwickelt wird, welcher der Mensch eventuell gar nicht gewachsen ist, oder die nicht praktikabel sind.

Welche Megatrends sind für Ihre Branche außerdem von Bedeutung?

Für unsere Branche sind vor allem die großen Megatrends, wie Urbanisierung, Globalisierung, Digitalisierung oder der demografische Wandel von Bedeutung. Wichtige Themen wie die Erderwärmung, das heißt der Klimawandel, spielen dabei auch eine sehr wichtige Rolle.

Was bedeuten diese Megatrends konkret für Ihr Unternehmen? Wie bereiten Sie sich darauf vor? Welche Antworten geben Sie?

Diese Megatrends stellen unser Unternehmen natürlich vor große Herausforderungen. Nicht nur in der täglichen Arbeit, sondern auch bei den Produktneuentwicklungen ist es wichtig, dass wir diese so entwickeln, dass sie auf alle Probleme, die die Welt im Laufe der Zeit mit sich bringt, eine Antwort geben können.

Was wird Ziegler 2020 auf der INTERSCHUTZ zeigen? Wie greifen Sie das Leitthema auf?

Wir werden auf jeden Fall Antworten und Lösungen auf die Herausforderungen, die die Megatrends der jetzigen Zeit mit sich bringen, präsentieren. Dabei werden wir unter anderem natürlich Produktneuheiten vorstellen – wobei wir uns hier hauptsächlich auf unsere Kernkompetenzen wie Löschtechnik, Steuerung und Kontrolle etc. konzentrieren werden. Jedoch möchten wir an dieser Stelle hierzu noch nicht zu viel verraten. Das Leitthema der Messe greifen wir mit unseren neuen Produkten und unserem Messeauftritt auf mehrere Arten und Weisen auf.

Worauf freuen Sie sich auf der INTERSCHUTZ am meisten?

Die INTERSCHUTZ ist das Highlight für alle Feuerwehrfrauen und -männer, für uns als Hersteller und generell für alle diejenigen, die sich mit dem Thema Brandschutz und -Rettung auseinandersetzen – das ist uns bewusst. Wir freuen uns deshalb vor allem darauf, den Besucherinnen und Besuchern unsere Neuheiten vorzustellen und uns mit dem Fachpublikum über die wichtigen Themen und die aktuellen Herausforderungen auszutauschen.

Der direkte Austausch und die enge Beziehung mit unseren Kunden ist für uns von hoher Wichtigkeit. Die INTERSCHUTZ bietet eine gute Möglichkeit, Beziehungen zu intensivieren oder neue Beziehungen aufzubauen. Wir wollen gerne allen zeigen, wo die ZIEGLER-Gruppe derzeit steht und wo die Reise in den nächsten Jahren hingehen soll.

Was ist Ihr Ziel für die INTERSCHUTZ 2020? Was brauchen Sie, um den Messeauftritt als erfolgreich zu verbuchen?

Im Jahr 2015 haben wir die Messlatte für einen erfolgreichen Messeauftritt natürlich sehr hoch gelegt. Wir werden deshalb auf jeden Fall versuchen unseren Besuchern wieder ein tolles Produkt- und Markenerlebnis zu bieten. Erfolg bedeutet für uns, das Fachpublikum mit unseren Neuheiten zu überzeugen. Dies kann man unter anderem ganz einfach direkt an den Reaktionen der Besucher am Stand messen.

Wenn unsere Produkte, unsere kompetenten Ansprechpartner vor Ort und der Messeauftritt dem Fachpublikum zusagen, können wir den Messeauftritt für uns als erfolgreich verbuchen und können aus der INTERSCHUTZ sicher wichtige Erkenntnisse für die kommenden fünf Jahre mitnehmen.

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