Anzeige
INTERSCHUTZ 2020 - 15. bis 20. Juni
Startseite>News>Artikel
Rettung

Freiwillige vor!

Die Abschaffung des Zivildienstes verursachte große Probleme. Zum Glück gibt es noch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das besonders bei jungen Frauen beliebt ist. Aktuell fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehr Plätze für die Freiwilligendienste und wirbt vor allem um junge Männer.

13.09.2017
DRK_FSJ

Beim DRK, das bundesweit der größte Anbieter des im Jahr 1964 eingeführten FSJ ist, haben bislang rund 170 000 Jugendliche ein FSJ absolviert. Und es werden noch viele dazu kommen, denn die Nachfrage ist weiterhin sehr groß. Auf einen freien Platz bewerben sich beim DRK in einigen Regionen zwei bis drei Freiwillige. "Wir würden gern zusätzliche Plätze anbieten, wenn die Mittel dafür bereitgestellt werden", erklärt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. "Mit neuen Projekten, wie 'FSJ digital' und 'FSJ Welcomes', haben wir neue innovative Angebote, die sich gut entwickeln." Bei "FSJ digital", bisher ein Modellprojekt im DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt, künftig aber ein bundesweites Projekt, helfen Jugendliche Senioren beispielsweise beim Umgang mit digitalen Medien. Das Projekt "FSJ Welcomes" hilft in Nordrhein-Westfalen und Sachsen jungen Flüchtlingen bei der Orientierung in der deutschen Gesellschaft.

Insgesamt rund 11 000 Jugendliche begannen am 1. September 2017 beim DRK ihr FSJ, das noch immer besonders beliebt bei jungen Frauen ist, die fast zwei Drittel des aktuellen Jahrgangs stellen. "Aber auch für junge Männer zwischen 16 und 26 bieten wir interessante Aufgaben im FSJ. Hier könnten wir gut noch Zuwachs vertragen", sagt Frau von Schenck. Die Arbeit der Fachkräfte des DRK unterstützen die FSJler in vielen Aufgabenfeldern: 30 Prozent der FSJler werden in Kitas und Schulen, 24 Prozent in Krankenhäusern und 12 Prozent in der Pflege eingesetzt, zudem helfen sie auch in Behinderteneinrichtungen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen und nicht zuletzt im Rettungsdienst. "Für sie alle ist das FSJ eine gute Gelegenheit, sich zu orientieren, dazu zu lernen und das Berufsleben kennenzulernen. Außerdem bieten diese zwölf Monate die Möglichkeit, die Wartezeit bis zu einer Ausbildung oder einem Studium sinnvoll zu überbrücken", so Frau von Schenck. "Wir hoffen natürlich auch darauf, dass nach den Erfahrungen beim Deutschen Roten Kreuz möglichst viele von ihnen im sozialen Bereich bei uns ihre Zukunft sehen."

Das DRK bietet zusätzlich zum FSJ auch den Bundesfreiwilligendienst (BFD) an, bei dem seit der Einführung 2011 bisher rund 16 500 Menschen sechs bis 18 Monate im Einsatz waren. Und auch hier ist die Nachfrage größer als die Zahl der angebotenen Plätze.

Sollte es Probleme mit der Darstellung geben, klicken Sie hier.

spacer
Anzeige