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Rettung

Flotte wird flott gemacht

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) will mit vier neuen Rettungseinheiten für Nord- und Ostsee ihre Flotte modernisieren. Der Einsatz der zwei neuen Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot sowie zwei neuer Seenotrettungsboote für Freiwilligen-Stationen ist ab 2020 geplant.

15.08.2018
DGzRS_28-Meter-Klasse
DGzRS 28-Meter-Klasse

Mit den vier neuen Rettungseinheiten sollen Schiffe ersetzt werden, die seit rund 30 Jahren zwischen Borkum und Usedom im Dienst waren. „Unsere Besatzungen müssen sich auf ihre Schiffe zu jeder Jahreszeit und unter allen erdenklichen Wetterumständen hundertprozentig verlassen können“, erklärt Marco Behns, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. Deshalb erachten die Verantwortlichen der DGzRS eine junge moderne Rettungsflotte auf dem neuesten Stand der Technik als wichtige Voraussetzung für den sicheren Einsatz der Seenotretter. Alle vier neuen Rettungseinheiten sollen - wie bei der DGzRS üblich - als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut werden.

Die beiden neue Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot werden auf der Werft Fr. Fassmer in Berne/Unterweser mit den DGzRS-internen Bezeichnungen SK 40 und SK 41 als vierte und fünfte Einheit der vor drei Jahren eingeführten neuen 28-Meter-Klasse entstehen. Während die SK 40 in zwei Jahren die dann 31 Jahre im Dienst befindliche ALFRIED KRUPP auf der Station Borkum ablösen soll, ist die Entscheidung über die Stationierung von SK 41 noch nicht gefallen.

Die beiden 10,1 Meter langen Seenotrettungsboote werden auf der Werft Tamsen Maritim in Rostock als modifizierte Nachbauten äußerst seetüchtiger Einheiten für Freiwilligen-Stationen gebaut. In allen Revieren des Zuständigkeitsbereiches der DGzRS auf Nord- und Ostsee sind bereits gut 25 Boote verschiedener Versionen dieses Typs erfolgreich im Einsatz. Da die DGzRS rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee unterhält, die jeweils etwa 30 Jahre im harten Einsatz sind, ergibt sich rein rechnerisch daraus der Bedarf, jährlich durchschnittlich zwei neue Rettungseinheiten in Dienst zu stellen. Bemerkenswert dabei ist, dass die DGzRS nach wie vor ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert wird. Dank Förderern, die die DGzRS in den vergangenen Jahren in ihrem Nachlass bedacht haben, werden viele der anstehenden Neubauten überhaupt erst ermöglicht.

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) (D-28199 Bremen)
Website: www.seenotretter.de/wer-wir-sind/

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