Kindernotfall
- Keine Angst vor kleinen Patienten
- Tipps und Tricks im Umgang mit kleinen Patienten
Etwa 5 bis 10 Prozent aller Notfälle im Rettungsdienst betreffen Kinder. Im Gegensatz zum Erwachsenen mit den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, betreffen Notfälle bei Kindern hauptsächlich den Bereich der respiratorischen Störungen, Krampfanfälle und Infektion. Für die präklinische Behandlung dieser Notfälle sind nicht nur die Kenntnisse der Symptome, sondern auch die der entsprechenden Diffenzialdiagnosen notwendig.
Das Personal im Rettungsdienst hat in 80 Prozent der Fälle Angst vor Notfällen aus der Geburtshilfe und bei Kindern. Es sind jedoch nur zehn bis 20 Prozent diese Notfälle lebensbedrohlich und bedürfen der sofortigen richtigen und fachlichen Hilfe, da die Kinder im Notfall nur über beschränkte Reserven von Kreislauf und Atmung verfügen.
Die rasche Versorgung des Kindes mit Sauerstoff ist für das weitere Leben entscheidend. Besonders im Säuglings- und Kleinkindesalter sind die Atemwege betroffen. Bei Atemstörungen ist an das kindliche Asthma, dem Pseudocroup, die Epiglottitis und die Fremdkörperaspiration zu denken. Der Fieberkrampf, für einige Kinder in den ersten Jahren ein bei Infekten wiederkehrendes Ereignis, ist in über 90 Prozent der Fälle eine selbst limitierende Erkrankung, muss aber von einem epileptischen Anfall und einer Hirn-, Hirnhautentzündung rasch unterschieden werden. Aufgrund des noch nicht vollständig ausgebildeten Immunsystems der Kinder können einige Infektionen rasch zu einer Sepsis mit Kreislaufzusammenbruch führen. Das Überleben dieser kranken Kinder ist vom rechtzeitigen Erkennen und der raschen Therapie des gesamten Personals des Rettungsdienstes abhängig.




